Didier Squiban: L’Estran

Menschen, die etwas für bretonische Musik und für Jazz übrig haben, dürfte Didier Squiban ein Begriff sein. Von der Klassik kommend über den Jazz zur traditionellen Musik seiner bretonischen Heimat gekommen ist er stets als Wanderer zwischen den musikalischen Welten unterwegs.

Egal, ob er als Komponist Symphonien arrangiert hat, berühmte Stimmen wie Yann-Fanch Kemener begleitet oder mit anderen Musikern aufgetreten ist: Seinen Werken wohnt eine ruhige, gelassene Stimmung innne, die sehr gut die weiten Landschaften der Bretagne wiederspiegeln.

In seinem neuesten musikalischen Abenteuer „L’Estran“, das vor einiger Zeit erschienen ist, ist er mit einem Sextett unterwegs. Viele der Themen der fünf Suiten werden denen bekannt sein, die schon andere Alben von Squiban gehört haben. Das macht das neue Werk aber nicht langweilig. Im Gegenteil: Viele Stücke sind ein gutes Stück „jazziger“, als man das bislang gewohnt war. Gerade die Perkussion bringt Spannung in die Stücke, so dass das Hören wirklich ein Erlebnis und Genuss ist.

Die CD kommt in einem Digipack daher, der noch von einer Kartonbanderole umhüllt ist. Das Cover und das Booklet zieren Zeichnungen von Yann Queffelec, die man beinahe für Fotografien halten könnte.

Zur Zeit ist Squiban übrigens gelegentlich mit dem Projekt „Mesk“ unterwegs, was bretonisch ist und „Mischung“ bedeutet. Dort schlägt er die Brücke zur Moderne, zu den elektronischen Beats. Laut Aussage der Plattenfirma gibt es Pläne für eine Veröffentlichung, die allerdings noch nicht sehr konkret sind. Wir dürfen hoffen!

Didier Squiban, L’Estran:

Didier Squiban: Piano
Jean Chevalier, Jérôme Kerihuel: Percussion
Simon Mary: Bass
Geoffroy Tamisier: Trompete
Pascal Vandenbuckle: Flöte

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