Archiv für Januar, 2009

Digitale Kleinstaaterei

Eigentlich wollte ich gerade einen kleinen Ausflug aus der Bretagne heraus machen und eine DVD besprechen, die mir sehr gut gefallen hat: “The redcastle Sessions” von Cara Dillon. Bei der Gelegenheit habe ich kurz geschaut, was es Neues gibt. Erfreut stellte ich fest, dass eine neue CD von Cara schon in den englischen Regalen steht, und für Deutschland für Februar angekündigt ist.

Schön, das heißt entweder warten, oder die CD in UK bestellen und etwas Versandkosten bezahlen, dafür aber in ein paar Tagen beliefert sein. Erfreut konnte ich dann feststellen, dass es noch einen weiteren Weg gibt, an die Musik zu kommen: mp3-Downloads gibt es jetzt auch bei amazon.co.uk. Dank günstigem Pfund-Kurs wären dafür ungefähr 7 Euro fällig gewesen. Wären, denn ich kann dort nichts einkaufen. Folgende Meldung erscheint:

Important Message
We’re sorry. We could not process your order because of geographical restrictions on the product which you were attempting to purchase. Please refer to the terms of use for this product to determine the geographical restrictions. We apologize for the inconvenience.

Nicht schön. Geographical restrictions also. Über 50 Jahre nach Beginn des europäischen Einigungsprozesses kann man zwar ziemlich ungehindert über viele Grenzen fahren, arbeiten und leben wo man will, aber die Musikindustrie denkt sich Europa noch in kleinen Karos. Schade, dass man hier dem Kunden, der mit Umsatz droht, Steine in den Weg legt. Eine Mail an den Kundenservice ist unterwegs. Sollte man sowas auch an den kundenorientierten Service der europäischen Kommission mailen?

Erstellt am Dienstag 27. Januar 2009
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Seven Reizh: Samsara

Freunde des progressive Rock werden auch in der Bretagne fündig.  Und das in einer überraschend guten Qualität! Schon 2002 hat die Gruppe Seven Reizh mit dem Album Strinkadenn Ys überrascht. Im  Jahr 2006 erschien schließlich das zweite Werk: Samsara.

Auffallend ist zuerst die opulente Ausstattung: Ein ca. 25 auf 25 cm großes, 64-seitiges Buch beherbergt auf der inneren vorderen Umschlagseite die CD. Die Seiten des Buchs geben auch die Texte wieder. In bretonisch, der Sprache, in der sie auch gesungen werden, französisch und auf englisch. Durchzogen wird das Buch von einer Geschichte, der Geschichte, die das Buch erzählt. Es ist die Fantasy-Geschichte von Enora, die in Strinkadenn Ys begann, und sie in die mystische Stadt “Ys” führte. In Samsara sucht sie nach dem Glück, das sie in einer Welt zwischen Traum und Realität findet. Verfremdete Bilder, Fotos und Bildcollagen bilden die Seitenhindergründe.

Musikalisch umgesetzt haben Claude Mignon und Gérard Le Dortz das Ganze genauso opulent wie die Buchausstattung vermuten lässt: Violinen, Cellos, keltische Harfe werden ergänzt durch “klassische” bretonische und keltische Instrumente: Bombarde, Dudelsack und Trommeln. Rockig wird das Werk durch Bass, Schlagzeug und Gitarrensound, bisweilen melancholisch durch Akkordeon und Piano. Der bretonische Gesang (Doro.t) wird durch kabylischen Gesang (Farid Aït Siameur) wunderbar ergänzt. Samples runden den bunten Reigen der Musikinstrumente ab.

Wuchtig, bisweilen sphärisch kommen die Klänge aus den Lautsprechern und nehmen den Hörer mit auf Enoras Traumreise. Ein Album, so richtig zum Schwelgen, tragen lassen. Und sicher ein Exot, der das Bücherregal bereichert. Genau wie Strinkadenn Ys ist es mittlerweile auch in einer günstigeren Jewel-Box-Ausführung zu haben. Allerdings ist schwer zur Buch-Version zu raten, so lange sie noch erhältlich ist. Für Freunde der Musik von Pink Floyd, Marillion, Loreena Mckennitt und traditioneller Folk(-Rock)-Musik sehr empfehlenswert!

Bestellen kann man die Werke von Seven Reizh übrigens direkt bei der Band auf der Bestellseite.

Erstellt am Mittwoch 21. Januar 2009
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Cecile Corbel über ihre Musik

Ein kurzer Nachtrag zur Songbook 2 – Rezension: Ein kurzes Youtube-Video eines TV-Beitrags CD’aujourd’hui, der  im französischen Fernsehen gelaufen is. Zu sehen ist das Stück “Mary”, der Opener auf der Songbook 2 CD in einer Live-Aufnahme. Unterbrochen wird er durch drei Interviewsequenzen. Zu Beginn erläutert Cecile, dass jedes Lied ihrer CDs Geschichten erzählen, weswegen sie sie Songbook genannt hat. Im zweiten Teil erzählt sie, dass sie während ihrer Jugend mit der Harfe in Berührung kam und es Liebe auf den ersten Blick war. Seitdem begleitet sie die Harfe auf ihrem Weg durch die Welt. Zum Schluss erläutert sie schließlich, dass sie Harfe und Gesang ihrer Meinung nach sehr gut zusammengehen.

Das glaubt man auch sofort, wenn man ihre Musik hört!

Erstellt am Dienstag 20. Januar 2009
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Cecile Corbel: SongBook Vol. 2

Zwei Jahre nach “Songbook 1″ hat Cecile Corbel ihr drittes Album, “Songbook Vol. 2″ veröffentlicht. Schon ersteres ließ für die Zukunft einiges erwarten: Das Album bestand zu zwei Dritteln aus arrangierten Traditionals, vier Songs waren Eigenkompositionen.  Dennoch war durchweg ein eigener Stil erkennbar.

Im neuen Album wurde dieser eigene Stil weiterentwickelt. Im Booklet schreibt die Künstlerin dazu, dass das Album die Frucht mehrerer Jahre sei, die sie unterwegs war, und Lieder, Legenden und Märchen aus der Bretagne, Irland und Schottland mitgenommen hat. Das Verhältnis Eigenkomposition zu arrangierten Traditionals hat sich im Vergleich zum ersten Album umgekehrt. Die Aufnahme versprüht Professionalität und Enthusiasmus.

Hörenswert sind wirklich alle Titel, herausheben möchte ich jedoch “Sans faire un bruit”, das übrigens auch auf der Homepage der Harfenistin als Musikvideo zu sehen ist (und auch den Lesern des BretagneBlog-Adventskalenders sicher bekannt ist…), und sicher einen der Höhepunkte des Albums darstellt. Hit-Potential hat auch das Duett mit Jimme O’Neill von den Silencers, “Lover’s Farewell”.

Zu kaufen gibt’s die CD in Deutschland problemlos, zum Beispiel bei bretagne-shop.de oder auch im großen online- Versandhaus.

Titel auf der CD:

  • Mary
  • Lover’s farewell (Duett mit Jimme O’Neill)
  • Sweet song
  • En la mar
  • Painted veil
  • I see the great mountains
  • La fille damnée
  • Innocence
  • Sans faire un bruit
  • The great selkie
  • Raggle taggie Gypsy
  • Corpus christi Carol

Erstellt am Samstag 17. Januar 2009
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Bretagne-Links Teil 3: Ferienhäuser

Es folgt der dritte Teil der Link-Serie. Ferienhäuser kann man natürlich in der Bretagne auch mieten. Gar nicht mal so wenige. Hier einige Links auf Seiten zum Thema. Die Reihenfolge stellt keine Wertung dar. Erfahrungen habe ich noch mit keinem der Anbieter:

Ferienhäuser

Erstellt am Donnerstag 15. Januar 2009
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